Narragonia Regensburg

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Datum 09.11.2011

PRESSEMITTEILUNG 06/2011

Narragonen-Motto für die Faschings-Saison 2011/2012 „Ein Närrischer Dornröschenschlaf“

Wenn am 11.11.2011 um 11:11 Uhr in der närrischen Welt der Fasching oder Karneval beginnt, wird Bayerns älteste Faschingsgesellschaft, die Karnevalsgesellschaft Narragonia Regensburg 1848 e.V. mit einer Überraschung aufwarten. Nach ausführlichen Beratungen haben Präsidium und Vorstand sich dazu entschlossen, im Fasching 2011/2012 eine kreative Pause einzulegen, sich sozusagen in einen „Närrischen Dornröschenschlaf“ zu begeben. Grund für diese Entscheidung waren berufliche und familiäre Veränderungen bei zahlreichen Hauptakteuren der Narragonia, die die geregelte Umsetzung einer Saison mit all ihren Auftritten und Veranstaltungen leider nicht möglich machen.

Die Verantwortlichen sehen diesen Entschluss mit gemischten Gefühlen, besonders im Hinblick auf die Kindergarde, die sich mit ihrem Tanztraining bereits auf die Saison vorbereitet hatte. „Damit der Narragonen-Nachwuchs“, so Präsidialrat Roland Sintic, „den Lohn für seine Mühen bekommt, werden unsere Gardemädels an Veranstaltungen anderer befreundeter Vereine und Gardetreffen teilnehmen“.

Im Hinblick auf die bewegte, über 160jährige Geschichte der Narragonia gibt sich Archivar und Oberhofmarschall Carl Prämaßing aber äußerst zuversichtlich. „Schon dreimal in der Geschichte unseres Vereins hat es Pausen in den Faschings- Aktivitäten gegeben“. Bereits kurz nach der Gründung 1848 wurde in den 1850er Jahren der Betrieb wieder eingestellt, die politische Lage war damals der Grund dafür gewesen.

Erst 1897 hatte es unter Prinz Peppi I., dem Textilkaufmann Josef Rothdauscher, wieder einen geregelten Faschingsbetrieb gegeben, der nach 1901 auch schon wieder eingestellt wurde. Ein schwerer Unfall beim Faschingszug und auch die wirtschaftliche Lage ließen die Narren damals das Zepter niederlegen.

Von 1934 bis 1939 hieß es dann bei der wiederbegründeten Narragonia nicht „O Narr, o Narr!“ sondern „Narr Heil!“ Der Zweite Weltkrieg setzte dem närrischen Treiben ein Ende. Bereits 1948 zog der Regensburger Operettenbuffo Fritz Walenta in seinem Prinzenkostüm der Vorkriegsjahre durch die Gaststätten und verteilte fleißig Orden. Kirchweih 1950 wurde die Narragonia zum dritten Mal wiederbegründet und organisierte 1951 den ersten Fasching nach dem Krieg.

Wirft man einen Blick auf das Märchen Dornröschen, so war es ein schöner Prinz, der dem Dornröschen durch einen Kuss wieder Leben einhauchte. In der Hoffnung auf diesen Prinzen werden die Narragonen, dem Fasching 2012/2013 entgegen gehen, bis es dann wieder offiziell durch die mittelalterlichen Gassen der Stadt schallen wird „Radi, Radi!“

Anlage: PRESSEMITTEILUNG 06/2011 (31)





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